51. Spielzeit | 2017/2018
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Der Klassiker
Nationaltheater Weimar
Maria Stuart
Trauerspiel in fünf Akten von Friedrich Schiller (1759-1805)
 
Inszenierung: Markus Bothe
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Justina Klimczyk
Musik: Biber Gullatz
Dramaturgie: Nora Khuon/Beate Seidel
mit Nadja Robiné (Elisabeth, Königin von England), Johanna Geißler (Maria Stuart, Königin von Schottland), Max Landgrebe, Lutz Salzmann, Sebastian Kowski, Thomas Kramer, Christoph Heckel und Jonas Schlagowsky
 
Uraufführung im Hoftheater Weimar am 14. Juni 1800
Premiere im Nationaltheater Weimar am 12. September 2015

»Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muß also andere unglücklich machen.«
Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905

»Als wüsste Bothe genau, dass solch optisch maximal reduzierter Purismus bei Schiller stets auf die Siegerstraße führt, vertraut er ganz auf die Kraft des Wortes und die Potenz der Sprecher. (...) Bei wenigen Strichen bleibt diese Produktion zudem so strikt auf werktreuer Linie (...)«
Wolfgang Hirsch in der Thüringischen Landeszeitung am 14.09.15

»Maria Stuart« bearbeitet das Schlachtfeld von Politik, Religion und Erotik. Zwei Frauen, die eine in wirklicher Gefangenschaft, die andere abhängig von der Meinung ihres Volkes, kämpfen um Autonomie. In den hochpolitischen Konflikt mischen sich Privatismen, Begehren, Religion, das Ringen um Anerkennung und Machthunger. Markus Bothe inszeniert einen Polit-Thriller, dem Schiller eine tiefe Skepsis über die Möglichkeit zu moralischem Handeln eingeschrieben hat.


Ein Todesurteil liegt auf dem Tisch. Das Gericht erkennt die katholische Maria Stuart, Königin von Schottland, für schuldig: Schuldig, Elisabeth I., Königin von England, den Thron streitig zu machen und einen gewaltsamen Umsturz zu planen. Elisabeth ist aufgefordert, das Urteil in letzter Instanz zu bestätigen. Doch sie wankt: Schließlich betrat Maria den englischen Boden als Schutzsuchende. In ihrem eigenen Land vom protestantischen Adel verfolgt, suchte sie Zuflucht bei ihrer Cousine Elisabeth. Trotz ihrer Lage kennt Maria keine Demut, ohne Scheu spricht sie ihre berechtigten Ansprüche auf den englischen Thron aus und legt damit nicht nur Elisabeths Nerven blank, sondern bringt das ganze europäische Kräftegleichgewicht in Bewegung. Doch Elisabeth verspürt die Bedrohung Marias nicht nur als Herrscherin, auch als Frau fühlt sie sich von der schönen Schottin herausgefordert. Die Königin Englands steht unter Zugzwang; die Angst der Mächtigen sitzt ihr in den Knochen.
 
 






Fotos: Kerstin Schomburg

 
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Dienstag, 28.03.2017 | 19.30 - ca. 22.00 Uhr  
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Mittwoch, 29.03.2017 | 19.30 - ca. 22.00 Uhr  
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