51. Spielzeit | 2017/2018
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Die Oper lebt!
250 Jahre Anhaltische Philharmonie
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Anhaltisches Theater Dessau
Der Troubadour
(Il Trovatore)
Dramma lirico mit Musik von Giuseppe Verdi (1813-1901)
Libretto von Salvadore Cammarano und Emmanuele Bardare nach Antonio García Gutiérrez
 
Inszenierung: Rebekka Stanzel
Musikalische Leitung: Wolfgang Kluge
Bühnenbild und Kostüme: Markus Pysall
Chor: Sebastian Kennerknecht
Dramaturgie: Felix Losert
mit KS Iordanka Derilova (Leonora, Gräfin von Sargasto), Cornelia Marschall/Gerit Ada Hammer (Inez), KS Ulf Paulsen (Graf Luna), André Eckert/Michael Tews (Ferrando), Rita Kapfhammer (Azucena), Leonardo Gramegna/Ray M. Wade Jr. (Manrico), David Ameln/Leszek Wypchlo (Ruiz)

Opernchor und Extrachor des Anhaltischen Theaters
und die Anhaltische Philharmonie
 
Uraufführung im Teatro Apollo Rom am 19. Januar 1853
Premiere im Anhaltischen Theater Dessau am 22. Januar 2016



Giuseppe Verdis Troubadour gehört zu den großen Opernklassikern. Berüchtigt ist er für die vier höchst anspruchsvollen Hauptpartien, am Anhaltischen Theater werden sie von Iordanka Derilova, Rita Kapfhammer, Leonardo Gramegna und Ulf Paulsen übernommen. Niemand anderer als der instinktsichere Maestro Verdi selbst suchte das düstere, von unerwarteten Wendungen geprägte Drama »El trovador« seines spanischen Zeitgenossen García Gutiérrez aus. Verdi fühlte sich von der »Neuartigkeit und Bizarrerie« des Stoffes inspiriert und konnte schließlich für das ganze Spektrum menschlicher Leidenschaften von Liebe und Eifersucht bis hin zu Hass und Verzweiflung eine Musik finden, die ihr Publikum förmlich wie der Blitz trifft. Was Verdi hier wollte, war die reine Essenz der stärksten Gefühle zu zeigen, zu denen Menschen fähig sind – übertragen in eine schier vor Kraft berstende Musik. Der melodische Reichtum des Trovatore reicht vom ersten bis zum letzten Takt der Oper.


Unausweichliches Schicksal, Mord, Rache, Schuld und Tod – das sind Themen der »Schwarzen Romantik« des frühen 19. Jahrhunderts, und sie prägen die düstere, von bedrohlichem Feuerschein erhellte Welt des Troubadour. Inmitten eines fürchterlich wütenden Bürgerkriegs ringen der Troubadour Manrico und Graf Luna blind und verbissen um Leonora. Dass sie Marionetten der furchtbaren Rache einer anderen Frau sind, ahnen sie nicht: Für den einen ist Azucena die geliebte Mutter, für den anderen eine furchterregende Hexe. Erst als Azucena ihr Ziel erreicht hat und die Katastrophe unausweichlich ist, deckt sie ein Geheimnis auf, das die verfeindeten Männer aneinander kettet: Sie sind Brüder.
 
 






Fotos: Claudia Heysel

 
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